03.09.09
17:37 Uhr

In der Savanne Nigerias

Nach unserer Morgenmesse verlassen wir Kaduna und fahren gut 250 Kilometer weiter in den Nordosten des Landes. Unser Ziel ist Jos, wo ich am Abend mit dem Emir von Wase zusammentreffen werde. Die Fahrt durch die nigerianische Savanne ist faszinierend. Eine wunderschöne Landschaft, zerklüftete Felsen, Wälder und intensive Landwirtschaft prägen das Bild. Wenn wir Dörfer passieren, winken uns die Menschen zu. Hier erlebe ich Afrika noch sehr ursprünglich: Statt Wellblechdächern treffen wir auf die typischen Rundbauten aus Lehm mit Palmendach, die kleinen Dörfer bestehen fast nur aus Lehmbauten. Je weiter wir in den Norden kommen, um so mehr ändert sich die Landschaft. Über eine Passstraße erreichen wir das so genannte “Plateau” von Nigeria, eine riesige Hochebene. Ich bin dankbar, nach dem tropischen Regenwald und dem hektischen Leben in den großen Städten nun auch die Savanne kennen lernen zu dürfen. Ja, irgendwie bin ich im Herzen Afrikas angekommen.

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Autor: Erzbischof Dr. Robert Zollitsch
Kategorie: Reisetagebuch